Symposium: Der familienfreundliche Betrieb
Arbeitsmodelle zwischen Wunsch und Wirklichkeit
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Termin: (8825ZZ12)
22.05.2012 - 23.05.2012
Ort: Halle/Saale
Gebühr:
995,00 €
zzgl. MwSt. und Hotelkosten* |
Seminardauer: 2 Tage Teilnehmer: ca. 30 |
Sicherlich wäre gern jeder Betrieb und jedes Unternehmen familienfreundlich. Eine geänderte Einstellung zum Thema Beruf und Familie sowie der immer stärker werdende Druck, auf den Fachkräftemangel reagieren zu müssen, haben in diesem sozial geprägten Themenfeld vieles in Bewegung gebracht. Doch wie sieht die betriebliche Wirklichkeit hierzu aus? Welches sind geeignete Instrumente, um familienfreundlicher zu werden? Was nützt und was schadet?
In diesem Symposium erfahren Sie, was einen familienfreundlichen Betrieb und ein die Familien unterstützendes Arbeitsumfeld ausmacht. Neben einer Bestandsaufnahme unter Beleuchtung der typischen Hindernisse auf dem Weg zur Familienfreundlichkeit lernen Sie die Trends kennen, die derzeit die Diskussion bestimmen. Sie erhalten Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen und Mitbestimmungsfragen und lernen so, wie Betriebsrat oder Arbeitgeber Modelle anregen und aktiv begleiten können.
1. Tag:
Vortrag 1:
Der familienfreundliche Betrieb – eine Bestandsaufnahme
- Wie familienfreundlich sind deutsche Unternehmen?
- Wunsch und Wirklichkeit des familiengerechten Arbeitsplatzes
- Bislang genutzte Instrumente der familienfreundlichen Gestaltung
- Die typische familiäre Belastungssituation – gestern – heute – morgen
- Perspektiven: Wie sich der Fachkräftemangel auf die zukünftige Entwicklung auswirken wird
- Was kommt in der Frauenförderung? Freiwilligkeit oder gesetzliche Pflicht?
Referentin: Ruth-Ellen Unruh, Fachanwältin für Arbeitsrecht
Vortrag 2:
Aktuelle Probleme der Teilzeitarbeit
- Teilzeitreduzierung abgelehnt? – Aus welchen Gründen kann der Arbeitgeber verweigern?
- Zwischen Kindergartenöffnungszeiten und betrieblichem Bedarf: Probleme der Arbeitszeitverteilung
- Einmal reduziert – und nie mehr zurück? Der Aufstockungsanspruch in der Praxis
- Probleme bei Teilzeitreduzierung während und nach der Elternzeit
Referentin: Martina Ahrendt, Richterin am Arbeitsgericht
Vortrag 3:
Elternzeit und Elterngeld
- Die aktuelle Rechtslage nach dem BEEG
- Aufteilung der Elternzeit und Elternteilzeit
- Kreative Begleitung der Elternzeit durch Kontakthalteprogramme
- Neuer Arbeitsplatz, veränderter Arbeitszeitumfang, Wissenslücken durch Abwesenheit: Lösungen für typische Rückkehrproblematiken
Referentin: Ruth-Ellen Unruh, Fachanwältin für Arbeitsrecht
Vortrag 4:
Der familienfreundliche Modellbetrieb
- Von Imagegewinn bis Wettbewerbsvorteil: Was bringt Familienfreundlichkeit dem Arbeitgeber?
- Welche Angebote müsste ein familienfreundlicher Modellbetrieb machen?
- Typische Instrumente der betrieblichen Familienförderung
- Von Betriebskindergarten bis Erziehungshilfe-Hotline: Neue Trends und Ideen
- »Rollentausch«: Männer als aktiver Part für die Familie
- Mit aktiver Mitbestimmung Familienfreundlichkeit fördern
Referentin: Dr. Christina Klenner, Referatsleiterin für Frauen- und Geschlechterforschung am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung
2. Tag:
Vortrag 1:
Erfolg trotz familiärer Pflichten: Frauenförderung und Quotendiskussion
- Aktive Frauenförderung im Spannungsfeld: Kann oder Muss?
- Chancen und Risiken beim Einsatz von Potenzialanalysen
- Frauenförderung = Männerdiskriminierung?
- Grenzen einer aktiven betrieblichen Förderungspolitik
Referentin: Prof. Dr. Margit Geiger, Referatsleiterin für Betriebswirtschaft und Personalmanagement an der Hochschule Bochum
Vortrag 2:
Familienförderung und Mitbestimmung
- Mitbestimmungsrechte im Bereich betrieblicher Familienförderung
- Soziale Mitbestimmung und personelle Einzelmaßnahmen
- Grenzen der Mitbestimmung und taktisches Vorgehen zur Durchsetzung
- Initiativrechte und -möglichkeiten aktiv nutzen
- Die Betriebsvereinbarung zur Familienförderung
Referentin: Anette Coburger, Rechtsanwältin
Vortrag 3:
Betriebliche Beeinträchtigungen durch familiäre Probleme
- Pflegezeit bei Pflegenotfall und langfristigem Pflegebedarf
- Das neue Familienpflegezeitgesetz 2012
- Erkrankung von Kindern: Was ist erlaubt, was ist zumutbar, wer zahlt?
- Leistungsminderung durch schwierige familiäre Situationen
- Konstruktiver Umgang mit Problemsituationen und Begleitung durch den Betriebsrat
Referent: Dr. Michael Neumann, Direktor des SG Schleswig
Vortrag 4:
Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle mit Zukunft
- Flexibilisierung der Arbeitszeit – zwischen Nutzen und Dauerstress
- Die Bandbreite der Arbeitszeitmodelle mit Familiennutzen
- Telearbeit, Home-Office und Jobsharing: Vor- und Nachteile häufiger familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle
- Perspektiven in der Arbeitszeitgestaltung und rechtlicher Rahmen
- Gängige Umsetzungsprobleme und Lösungsmöglichkeiten
Referent: Ulrich Uhlemann, Richter am Arbeitsgericht
Gemeinsame Veranstaltung für Betriebsräte und Führungskräfte bzw. Arbeitgebervertreter |
