Symposium: Aktives Gesundheitsmanagement im Betrieb
Verbesserung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz
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Termin: (8807AA12)
16.10.2012 - 17.10.2012
Ort: Frankfurt/Main
Gebühr:
995,00 €
zzgl. MwSt. und Hotelkosten* |
Seminardauer: 2,0 Tage Teilnehmer: ca. 35 |
Arbeitsbelastung, Überforderung und permanenter Zeitdruck beeinträchtigen immer häufiger die Gesundheit von Mitarbeitern. Schnelle Reaktionen auf Marktentwicklungen und enormer Konkurrenzdruck in vielen Branchen steigern diesen Druck noch. Krankheitsauslösende Faktoren im Unternehmen beeinträchtigen das Betriebsklima, den Krankenstand und auch die individuelle Leistung der Mitarbeiter enorm. Alleine im Jahr 2010 wurden in Deutschland 53,5 Millionen Fehltage wegen psychischer Erkrankungen gemeldet. Nach neueren Analysen der Betriebskrankenkassen entstehen aufgrund arbeitsbedingter psychischer Erkrankungen volkswirtschaftliche Gesamt-Kosten in Höhe von 6,3 Mrd. Euro. Betriebsräte und Führungskräfte müssen daher ein gemeinsames Interesse daran haben, dieser Entwicklung konsequent entgegen zu treten.
Mit der Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) als geschäftsbereichsübergreifender Prozess können Sie krankmachende Ursachen im Unternehmen lokalisieren und systematisch und nachhaltig entgegenwirken. So leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Verbesserung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Hierbei kommt es insbesondere auf die Berücksichtigung der demografischen Veränderungen der Belegschaftsstruktur, der individuellen Interessen sowie die Abwägung aller Risiko und Konfliktpotenziale an. Dabei tragen Führungskräfte und der Betriebsrat eine besonders große Verantwortung für die Kollegen und Mitarbeiter im Betrieb.
In diesem Symposium werden vor allem praktische Handlungsansätze und Maßnahmen dargestellt und diskutiert. Neben Entwicklungen und Trends im Gesundheitsmanagement erfahren Sie, wie Sie mit Hilfe betrieblicher Präventionsmaßnahmen aktiv krankheitsfördernde Auswirkungen von Druck und Stress mindern und welche Schritte Sie unternehmen können, um ein professionelles Gesundheitsmanagement einzuführen.
1. Tag: Gesundheitsmanagement – Professionelle Einführung und Umsetzung
Entwicklungen und Trends des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) – Die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten
- Gesundheit als Querschnittsthema einer zukunftsorientierten Organisationsentwicklung
- Optimierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements
- Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Gesundheitsmanagementsystemen
- Innovationspotenzial betrieblicher Präventionsansätze
- Informationsbeschaffung: Online-Wissensportale
- Arbeitsfähigkeit erhalten und fördern
Referentin: R. Ehrgott, Sportwissenschaftlerin
Rechtliche Fragen in der Praxis
- Aktuelle Rechtsprechung zum Gesundheitsmanagement und ihre praktische Umsetzung
- Wie gesund muss ein Mitarbeiter sein? – Regelung in betrieblichen Aktionsplänen – Beispiele aus der Praxis
- Beteiligungsrechte des Betriebsrats – Rechte und Handlungspflichten des Arbeitgebers
- Zusammenarbeit mit Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit
Referentin: L. Wocken, Fachanwältin für Arbeitsrecht
Führungs- und Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor für modernes Gesundheitsmanagement
- Gesundheit als Führungsaufgabe: Zusammenhänge zwischen Krankheit, Führung und Unternehmenserfolg
- Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Grundhaltung: Die Führungskraft als Vorbild
- Führungskräftekommunikation – gute Führung zeichnet sich aus
- Wertschätzung – gemeinsame Ansätze zur Gestaltung eines menschlichen Betriebs zur Steigerung der Gesundheitsquote
- Erkennen von Warnsignalen gesundheitsgefährdender Entwicklungen
- Begleitung von Mitarbeitern in schwierigen Phasen: Aufgaben und Grenzen der Führungskraft
Referent: R. Greim, Trainer und Berater
Stress- und Burn-out-Prophylaxe
- Abgrenzung zwischen unterschiedlichen Stressformen und Burn-out
- Strategien zum Umgang mit Belastungssituationen
- Persönliche Ressourcen entdecken und aktivieren
- Lösungsorientierte Methoden im Umgang mit Problemen
- Gelassenheit: Umgang mit Gegebenheiten, die nicht veränderbar sind
- Techniken, um besser »abschalten« zu können
- Kennenlernen unterschiedlicher Entspannungsmethoden und mentaler Übungen
Referent: J. Gantert, Trainer und Coach
2. Tag: Gesundheitsmanagement in der Praxis
Betriebliches Eingliederungsmanagement in der Praxis – Konkrete Handlungshilfen und Strategien
- Verschiedene Wiedereingliederungsmöglichkeiten anhand von Beispielen aus Betrieben
- Berufliche und medizinische Reha-Maßnahmen oder stufenweise Wiedereingliederung, Umgestaltung des Arbeitsplatzes
- Wie werden solche Maßnahmen gefördert?
- Rechtliche Durchsetzungsmöglichkeiten anhand von praktischen Fällen
Referentin: K. Simanowski, Richterin am Sozialgericht
Psychische Belastungen - Psychische Ressourcen
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Belastungs-Beanspruchungskonzept
Klärung von Begrifflichkeiten und Zusammenhängen - Psychische Belastungen, positive Beanspruchungen, Fehlbeanspruchungen
- Erklärung von Stress, Monotonie, psychischer Sättigung, psychischer Ermüdung nach DIN ISO 10075
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Gefährdungsbeurteilung
Methodenkonzept: Objektive, subjektive und komplementäre Verfahren - Vorstellung einiger Instrumente (Fragebögen)
- Von der Theorie zur Praxis: Positive Beispiele
Referentin: Dr. M. Nitsch-Kirsch, Ärztin für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin, Psychotherapie
Alkohol und Co-Abhängigkeit im Betrieb
- Erkennen der Suchtproblematik – Anforderungen an Führungskräfte
- Mit Suchtproblemen (rechtssicher) umgehen
- Vorgehen bei begründeter Vermutung eines Suchtproblems
- Begriff und Bedeutung von Co-Abhängigkeit
- Problemlösungsstrategien und Handlungshilfen
- Anwendung der Interventionskette im Sinne des konstruktiven Drucks
- Qualifizierte Gesprächsführung mit Suchtgefährdeten
- Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern Sucht im Betrieb, Betriebsrat und externen Beratungsstellen
Referentin: B. Schuster, Suchtexpertin und Coach
Demografie-Management als Chance für einen gesunden Wandel?
- Probleme und Potenziale des demografischen Wandels
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Junge Arbeitnehmer gewinnen, langfristig halten und fördern
Die Arbeitssituation junger Erwerbstätiger im Blick halten – zwischen Wunschberuf, Überforderung, Zukunftsängsten - Wissens- und Erfahrungsmanagement: Mentoring
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Altersgerechte Arbeitsgestaltung – betriebliche Gesundheitsförderung
betriebliche Strategien zur Gesunderhaltung und Arbeitsfähigkeit - Präventionskonzepte in unterschiedlichen Phasen des Arbeitslebens
- Förderung lebensbegleitender Kompetenzentwicklung
- Demografiebewusste Personalentwicklung: Beispiele für erfolgreiche Projekte
Referentin: R. Messing, Personalentwicklerin, Demografie-Beraterin, Coach
