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Killerphrase

Darunter versteht man Aussagen eines Gesprächspartners, die dieses schnell und ohne Ergebnis beenden sollen. In der Regel hat der Inhalt der Botschaft nur wenig Informationsgehalt. Es wird von der Sach- auf die Beziehungsebene gewechselt und im Vordergrund steht eher die begleitende, meist abwertende Beziehungsbotschaft. Häufig wird die Killerphrase gleichgesetzt mit dem „Totschlagargument“, also einem Scheinargument, das in der Regel aus Behauptungen bzw. Vorurteilen besteht. Sie wird eingesetzt, wenn die eigenen Interessen durchgesetzt werden sollen und Zweifel besteht, die Diskussionspartner überzeugen zu können. Eine kreative Diskussion wird dadurch verhindert und die Beziehungsebene der Beteiligten gestört.

Mit Killerphrasen soll Widerspruch verhindert werden, abgelenkt werden oder der Gesprächspartner bewusst verletzt oder herabgesetzt werden.

Aus Sicht der Transaktionsanalyse entstehen Killerphrasen aus einem Gefühl der Bedrohung oder Hilflosigkeit. Der Disputant versucht damit den Gesprächspartner als Menschen abzuwerten, so dass dadurch bei ihm Hilflosigkeit entsteht bzw. er keinen Mut hat, zu widersprechen.

Es gibt zahlreiche Formen von Killerphrasen:

Beharrungs-Killerphrasen
Damit sollen Veränderungen verhindert werden (Bsp: Das haben wir immer so gemacht)

Autoritäts-Killerphrasen
Zur Einschüchterung wird ein Überlegenheitsgefühl ausgedrückt (Bsp: Ich hab’s schon so oft gesagt, das funktioniert so nicht.)

Besserwisser-Killerphrasen
Diese werden häufig genutzt, wenn man anderen die eigene Meinung aufdrücken möchte
(Bsp.: Das brauchen Sie mir nicht zu erklären. Ich weiß schon, wie das ausgeht.)

Bedenken-Killerphrasen
Drücken eine oft zögerlich vorgetragene Angst vor Veränderungen aus (Bsp.: Davon sollten wir lieber die Finger lassen.)

Vertagungs-Killerphrasen
Aus Angst vor Fehlern sollen Entscheidungen hinausgezögert werden (Bsp.: Es ist noch nicht an der Zeit dafür.)

Angriffs-Killerphrasen
Darunter versteht man offene, persönliche Angriffe. (Bsp.: Das ist mal wieder typisch.)

Dadurch, dass Killerphrasen oft subjektive Bewertungen sind, die die Beziehungsebene stören, stellen sie eine Form der „gewaltsamen Kommunikation“ dar. Sie widersprechen den Prinzipien der Teamfähigkeit.