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Daten und Fakten zur Arbeitswelt 2017

Arbeitssicherheit

Das Bundeskabinett hat ihn Mitte Dezember 2018 beschlossen: den offiziellen Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ für das Berichtsjahr 2017. Darin werden viele interessante Zahlen und Fakten rund um die Bedingungen und Folgen der Arbeitswelt veröffentlicht. Zugrunde gelegt wurde eine Befragung von 12.000 deutschen Arbeitnehmern.

Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle lag bei ca. 954.000 Fällen. Nach 2015 ist dies erfreulicherweise der zweitniedrigste Stand. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank im Vergleich zu 1997 um knapp 60 %, im Vergleich zu 2014 um 11,7 %. 62 % dieser Todesfälle waren auf Asbest zurückzuführen.

21.772 Berufskrankheiten wurden offiziell anerkannt. Die Anzahl der Verdachtsanzeigen lag mit knapp 80.000 allerdings deutlich höher. Am häufigsten wurden Hauterkrankungen, Lärmschwerhörigkeit, Hautkrebs durch UV-Strahlung und durch Asbest verursachte Erkrankungen angezeigt.

Durchschnittlich waren die Beschäftigten im Jahr 2017 16,7 Tage arbeitsunfähig. Angestellte im produzierenden Gewerbe sammelten mit 20,6 die meisten Fehltage an, gefolgt von Mitarbeitern des Baugewerbes mit 19,5 und Erziehern und Lehrern mit 19,4. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin schätzt die darauf basierenden Produktionsausfälle auf 76 Milliarden Euro.

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 28,8 %. Die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, besteht bei knapp 92 % nicht. Weniger krank und erholungsbedürftig sind die Arbeitnehmer, die Einfluss darauf haben, wo und wann sie arbeiten. 18 % der Vollzeitbeschäftigten arbeiten 48 Stunden und mehr pro Woche. Die Hälfte von ihnen steht unter starkem Leistungs- und Termindruck.

In zahlreichen Firmen wird die Arbeit mehr und mehr digitalisiert. Das führt häufig dazu, dass das Arbeitsaufkommen ansteigt, weil Mitarbeiter immer mehr Aufgaben bewältigen müssen. Beschäftigte, die mit zunehmender Digitalisierung konfrontiert werden, sind am häufigsten von Schmerzen im unteren Rücken oder in den Armen, Händen oder Knien betroffen.

Auch das soziale Umfeld hat erheblichen Einfluss auf die Gesundheit. Bleibt Unterstützung und Hilfe von Vorgesetzten oder Kollegen aus, wird das als belastend empfunden und schadet der Gesundheit. Mehr als drei Viertel der Beschäftigten geben jedoch an, meistens gut mit den Kollegen zusammenzuarbeiten. Ca. 58 % fühlen sich von ihrem Vorgesetzten unterstützt.

Dieser Bericht zeigt einmal mehr, wie wichtig Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sind. Nutzen Sie also Ihre Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten, um diese Bereiche in Ihrem Unternehmen gezielt zu verbessern.

Bericht vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales:
Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit - Berichtsjahr 2017

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