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Unkonzentriert und gestresst?

Wer kennt diese Situation nicht? Nachdem ihr eine eilige Whatsapp-Nachricht versendet habt, wartet ihr auf eine Rückmeldung. Die Häufigkeit der Blicke auf das Smartphone erhöht sich, je wichtiger die Information ist, die ihr erhalten wollt. Ihr wartet und wartet.

Der Umgang mit dem „Pocket-Computer“ kann süchtig machen und verhindern, dass ihr euch immer weniger entspannen und konzentrieren könnt. Besonders in intensiveren Belastungsphasen und bei psychischen Erschöpfungsanzeichen, z. B. während einer Prüfungsphase oder bei Problemlagen im privaten Bereich, kann sich dies negativ bemerkbar machen.

Ein kürzlich von der TK (Techniker Krankenkasse) vorgestellter Gesundheitsreport zeigt, dass viele Auszubildende immer mehr unter psychischem Stress stehen und sie die Belastungen auch mit Stimmungsaufhellern oder leistungssteigernden Medikamenten bekämpfen. Hierzu hat die TK die Krankschreibungen im laufenden Jahr ausgewertet. Im Fokus lag dabei die gesundheitliche Entwicklung der „Jahrtausender“, also der Azubis zwischen 16 und 25 Jahren.

Auffällig ist, dass sich insbesondere Fehlzeiten aufgrund von Depressionen, Anpassungs- und Belastungsstörungen bei Auszubildenden seit dem Jahr 2000 um 108 % mehr als verdoppelt haben. Um einen Vergleich zu ziehen: Über alle Altersgruppen hinweg betrug der Anstieg psychisch bedingter Fehlzeiten bei Arbeitnehmern 88 %. Die Depression steht auf Platz drei der Hauptursachen von Krankschreibungen bei Auszubildenden, gleich hinter Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten.

Natürlich lassen sich diese Zahlen nicht nur mit psychischen Erkrankungen selbst erklären. Auch eine verbesserte Diagnostik und medizinische Versorgung sowie ein veränderter Lebensstil, der mit einer erhöhten Arbeitsverdichtung und einem erhöhten Medienkonsum einhergeht, tragen zu diesen Zahlen bei, so der TK-Vorstandschef Jens Baas.

Was auch immer die Ursachen sind, Ausbilder berichteten zunehmend, dass es den Azubis immer schwerer falle, sich über eine längere Zeit zu konzentrieren oder abzuschalten. Immer wieder zückten die Auszubildenden ihr Smartphone, um etwa bei Whatsapp oder in sozialen Netzwerken „up to date“ zu bleiben

Für alle, die sich ertappt fühlen – eine Möglichkeit sich etwas von der Flut an Nachrichten und den damit einhergehenden möglichen Konzentrationsschwächen zu entlasten: Unter dem Anwendungsmanager eures Smartphones kann man die Funktion der Whatsapp stoppen. Erst mit einem Klick auf den Button wird die App wieder aktiviert. So kann man gezielt digitale Ruhepausen einlegen und sich auf den Abend freuen, um später zu schauen, wer einem geschrieben hat.

Übrigens - wenn es wirklich wichtig ist, ruft derjenige mit Sicherheit direkt an. Versprochen!

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