Arbeit 4.0 bzw. New Work – was ist das eigentlich?

Arbeit 4.0 bzw. New Work - was ist das eigentlich?Eine der wenigen positiven Auswirkungen von Corona ist eindeutig die Zunahme der Beschäftigten im Homeoffice. Jahrelang war dies in vielen Unternehmen problematisch und aus unterschiedlichen Gründen nicht unbedingt gewollt. Und plötzlich mussten die Betriebe von heute auf morgen die Bedingungen dafür schaffen und die Mitarbeiter wurden in die papierlose Heimarbeit geschickt.

Dafür ist dieser Kaltstart bei den meisten Betroffenen recht gut geglückt. Einige Unternehmen haben daher bereits angekündigt, auch nach Ende der Pandemie diese Möglichkeit für die Arbeitnehmer weiterhin bereitzuhalten. Auch die Politik arbeitet zur Zeit an Gesetzesvorlagen zu einem Homeoffice-Anspruch.

Unfreiwillig wurde also in einigen Unternehmen ein weiterer Schritt zur sogenannten Arbeit 4.0, auch New Work genannt, getan. Was jedoch versteht man eigentlich unter Arbeit 4.0? Vereinfacht gesagt, bedeutet sie die Veränderung von Arbeitsformen und Arbeitsbedingungen, ausgelöst durch die vierte industrielle Revolution. Sie ist geprägt durch Digitalisierung. Zahlreiche Prozesse werden digital unterstützt oder sogar komplett automatisiert. So haben die Beschäftigten die Möglichkeit, zeit- und ortsabhängig zu arbeiten.

Eine ausführliche Definition des Begriffs Arbeit 4.0 finden Sie in unserem Lexikon.

In dem Zusammenhang lässt sich auch die Brücke zu einem weiteren Begriff schlagen, der in den letzten Monaten in vieler Munde war. Das Agile Arbeiten“. Dadurch, dass die räumlich verteilten Mitarbeiter an oft verschiedenen Projekten arbeiten, organisieren sie sich häufig selbst. Ein klassischer, hierarchischer Führungsstil und feste Organisationsstrukturen sind hier nur noch selten anzutreffen. Die Aufgabe der Führungskräfte in agilen Organisationen ist es, die Mitarbeiter zu begleiten und zu befähigen.

So schön die neue Arbeitswelt als Antwort auf Komplexität und Dynamik oft dargestellt wird, steht sie auch durchaus in der Kritik. Durch die Technisierung und Digitalisierung wird es einige Arbeitsplätze in den nächsten Jahren nicht mehr geben. Auch die psychische Belastung am Arbeitsplatz nimmt vielerorts zu. Die Beschäftigten haben oft großen Druck, sie müssen immer erreichbar sein und die Trennung zwischen Berufs- und Privatleben fällt zunehmend schwer. Auch das Thema Datenschutz darf hierbei nicht aus den Augen verloren werden.

Jetzt sind zukunftsorientierte Betriebsräte gefragt, die betriebliche Veränderungsprozesse und agile Arbeitsmethoden von Beginn an kompetent mitgestalten – im Sinne der Arbeitnehmer.

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