Kategorie: Gesundheit

Psychische Erkrankungen: Arbeitsausfälle verdreifachtMehr und mehr Arbeitnehmer leiden an psychischen Erkrankungen und fallen im Betrieb dadurch häufig längere Zeit aus. Laut DAK-Psychoreport 2019 waren im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Menschen psychisch erkrankt, d. h. in Deutschland meldete sich jeder 18. Arbeitnehmer deswegen krank. Seit 1997 habe sich die Anzahl der Fehltage aufgrund von Depressionen, Anpassungs- oder Angststörungen mehr als verdreifacht. Die häufigste Diagnose sei die Depression.

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Schwere körperliche Arbeit fordert ihren TributZahlreiche Arbeitnehmer müssen tagtäglich körperlich schwer arbeiten. Nicht ohne Folgen für ihre Gesundheit.

Trotz zunehmender Technisierung leisten ca. ein Drittel der Beschäftigten oft körperlich schwere Arbeit. Mehr als die Hälfte muss sogar regelmäßig in ungünstigen Körperhaltungen arbeiten. Das ist das Ergebnis des DGB-Indexes Gute Arbeit 2018, der auf Daten von mehr als 8.000 Beschäftigten basiert.

Auffällig sei, dass Leiharbeiter und Geringqualifizierte, Schicht- oder Nachtarbeiter überproportional oft Knochenarbeit leisten müssen. Zusammenhänge scheine es auch mit dem Verdienst zu geben. Je geringer der Bruttolohn sein, umso häufiger falle schwere körperliche Arbeit an. Folgende Branchen seien hauptsächlich davon betroffen: Landwirtschaft, Bau, produzierendes Gewerbe, aber auch viele Dienstleistungsberufe, z.B. in der Pflege oder im Verkauf.

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Betriebliche Gesundheitsförderung: Die Rolle des BetriebsratsWenn es einen Betriebsrat im Unternehmen gibt, erhöht sich die Chance, betriebliche Gesundheitsförderung zu erhalten – das ergab eine empirische Studie von Uwe Jirjahn (Universität Trier), Jens Mohrenweiser (Bournemouth University, UK) und Stephen Smith (George Washington University, US). Die Autoren nutzten einen Datensatz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus dem Jahr 2012 und rechneten Faktoren wie die Betriebsgröße, die Branche oder die Qualifikationsstruktur der Belegschaft heraus. Es ergab sich der signifikante Effekt, dass das Vorhandensein eines Betriebsrats die Wahrscheinlichkeit der Einführung mehr gesundheitsfördernder Maßnahmen als gesetzlich vorgeschrieben in Unternehmen um 18 Prozent erhöht.

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Berufsunfähigkeitsreport von Swiss Life DeutschlandIst man nicht mehr in der Lage mithilfe der eigenen Arbeitskraft für den Lebensunterhalt zu sorgen, wird das schnell zu einem existenzbedrohenden Szenario, denn die gesetzliche Absicherung reicht bei weitem nicht aus, um die anfallenden Kosten halbwegs zu decken.

Welches die vorwiegenden Gründe für eine Berufsunfähigkeit (BU) sind, hat Swiss Life Deutschland, ein Anbieter von Finanz- und Vorsorgelösungen, in seinem Report untersucht.

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Langes Sitzen macht uns krankWer eine sitzende Tätigkeit am Bildschirm ausübt, kennt das: irgendwann macht der Nacken bzw. Rücken Probleme und die Augen werden schlechter – man braucht eine Brille. Das lange Sitzen scheint also nicht gesundheitsförderlich zu sein.

Zumal wir täglich den Großteil unserer Zeit auf Stühlen oder Sesseln verbringen. Wir fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto ins Büro, sitzen dann am Schreibtisch und nach Feierabend mit Familie bzw. Freunden zusammen oder vor dem Fernseher. Da wir im Schnitt nur 7 – 8 Stunden schlafen, verbringen wir also schnell 16 Stunden pro Tag sitzend.

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Arbeit 4.0 in deutschen UnternehmenWie sind deutsche Unternehmen für die Digitalisierung und den demografischen Wandel gerüstet? Das untersuchte das WSI, ein Institut der Hans-Böckler-Stiftung auf Basis einer Umfrage von ca. 2.000 Betriebsräten im Jahr 2016.

Das Ergebnis enttäuscht leider: In rund 70 % der Großbetriebe wird großer Arbeitsdruck, damit verbundene psychische Belastungen und Defizite bei der Weiterbildung bemängelt. Das könne die Gesundheit und Zukunftschancen der Beschäftigten gefährden. In erster Linie fehle es an ausreichend Personal und flexiblen Arbeitszeitmodellen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Auch der Gesundheitsschutz lasse zu wünschen übrig, 76 % führen die gesetzlichen Gefährdungsabschätzungen nicht vorschriftsmäßig durch.

Gesundheit Recht für Betriebsräte

Blaumachen oder krank seinEine interessante Befragung von ZEIT ONLINE hat das Phänomen des „Blaumachens“ untersucht. 23.000 Leser wurden dazu befragt. Blaumachen ist verboten und verstößt gegen das Entgeltgesetz.

Das hielt aber 19 % der Befragten nicht ab, in den letzten 12 Monaten mindestens einen Tag gefehlt zu haben, ohne krank zu sein. Im Median waren dies drei Tage pro Jahr. Die Zahlen zeigen, dass der Anteil der Blaumacher am größten ist unter den Auszubildenden (42 %), Leiharbeitern (37 %) und Praktikanten (34 %). Je älter ein Angestellter ist, desto seltener „feiert“ er krank.

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Muskel-Skelett-Erkrankungen den Kampf ansagen

Acht Stunden am Stück arbeiten, mit nur einer kurzen Mittagspause, das ist für Berufsanfänger eine neue, ungewohnte Erfahrung. Vieles prasselt gleichzeitig auf sie ein: unterschiedlichste Kollegen, ein Team, in dem sie erst einmal ihren Platz finden müssen und Vorgesetzte, die bestimmte Erwartungen stellen. In Kombination mit Bewegungsarmut oder auch körperlicher Arbeit führt dies häufig zu Stress und Verspannungen oder sogar zu Schmerzen, oftmals im Rücken.

Ein kräftiger, gesunder Rücken ist daher die halbe Miete für mehr Leistungsfähigkeit und Spaß bei der Arbeit. Dazu wurde das Online-Tool „Bewusst bewegen – auch im Job“ von der GDA „Gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie, Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE)“ entwickelt, einem strategischen Bündnis aus Bund, Ländern, Unfallversicherungsträgern, Krankenkassen und Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen hinsichtlich MSE zu reduzieren.

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Hat die Mittagspause ausgedientMittagspause zu machen, scheint aus der Mode gekommen zu sein. Schließlich kennen auch das Internet und Smartphone keine Passivität. Alle sind immer erreichbar und jede Minute wird genutzt. Zeit ist bekanntlich Geld. Mittlerweile Alltag in deutschen Büros.

Einer Studie der Pronovo BKK aus 2016 zufolge, macht nur noch jeder vierte Beschäftigte eine Mittags- oder Erholungspause. Wen wundert es da, dass 86% der Befragten gestresst sind. Das wiederum zieht Schlafprobleme, Burn-out und Krankheiten nach sich. Die Anzahl der Fehltage deutscher Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen ist mittlerweile dreimal so hoch wie vor 20 Jahren. Das kostet die Unternehmen nach einer Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin jährlich 9,5 Milliarden Euro.

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Traurigkeit, Interesselosigkeit und Verlust an Genussfähigkeit, Schuldgefühle und geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen – dahinter kann eine Depression stecken. Sie kann über eine längere Zeit oder auch wiederkehrend auftreten und beeinträchtigt das Leben der Betroffenen immens. Auch am Arbeitsplatz. Im Jahr 2015 wurden durchschnittlich 760 Arbeitsunfähigkeitstage je 1.000 BKK-Mitglieder aufgrund von Depressionen gezählt. Die Behandlungsformen sind unterschiedlich, die Bandbreite geht von Gesprächstherapie bis hin zur medikamentösen Behandlung.

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