Befristung

Arbeitsverträge können befristet oder unbefristet abgeschlossen werden. Während für die Beendigung eines unbefristeten Arbeitsvertrags eine Kündigung, bzw. ein Aufhebungsvertrag erforderlich ist, endet ein befristeter Arbeitsvertrag automatisch durch Ablauf einer Frist oder bei Eintritt eines bestimmten Ereignisses.

Rechtsgrundlage für die Befristung ist das sogenannte Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Demnach können befristete Arbeitsverträge für einen bestimmten Zeitraum, z. B. für ein Jahr (Zeitbefristung) oder für einen bestimmten Zweck, z. B. als Elternzeitvertretung, oder für die Dauer eines Projektes (Zweckbefristung) abgeschlossen werden.

Zeitbefristete Verträge dürfen maximal dreimal verlängert werden und insgesamt die Dauer von zwei Jahren nicht überschreiten. Eine Zweckbefristung ist länger möglich, dafür benötigt der Arbeitgeber einen sachlichen Grund für die Befristung (§14 Abs. 1 TzBfG).

Befristete Arbeitsverträge müssen immer schriftlich abgeschlossen werden (§14 Abs. 4 TzBfG). Bei Fehlern innerhalb der Befristung oder fehlender Schriftform gilt das Arbeitsverhältnis als auf unbestimmte Zeit geschlossen (§ 16 TzBfG).