Job-Sharing

Beim Job-Sharing handelt es sich um ein Arbeitszeitmodell, bei dem sich zwei (oder mehr) Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz teilen.

Die Arbeitnehmer übernehmen in der Regel selbst die Teilung der Aufgaben und Verantwortungen der gemeinsamen Arbeitsstelle, wie z. B. die Aufteilung der Arbeitszeit (stunden- oder tageweise).  

Darin ist auch der Unterschied zum Teilzeitmodell zu sehen, bei der der Arbeitgeber Aufgaben und Verantwortungen sowie die Arbeitsstunden vorgibt.

Das bekannteste und häufigste Modell ist das Job-Splitting. Ein Arbeitsplatz wird (in zwei oder mehrere Teile) geteilt. Die Mitarbeiter arbeiten vollkommen unabhängig voneinander, erhalten einzelne Arbeitsverträge und leisten meist sehr ähnliche Arbeit, zu unterschiedlichen Zeiten.

Eine engere Zusammenarbeit gibt es beim Job-Pairing. Bei diesem Modell findet ebenfalls die Aufteilung einer Vollzeitstelle statt. Die Arbeitnehmer arbeiten jedoch nicht unabhängig voneinander, sondern miteinander, indem gemeinsame Aufgaben und Projekte bearbeitet und wichtige Entscheidungen gemeinsam getroffen (und auch die Verantwortung übernommen) werden.

Auch Führungspositionen können aufgeteilt werden. Damit ein reibungsloser Ablauf funktioniert ist beim Top-Sharing im Vorfeld ein großer Organisations- und Klärungsaufwand erforderlich, der die Verantwortlichkeiten regelt. So muss beispielsweise festgelegt werden, ob die Führungskräfte jeweils Ansprechpartner für alle (Führungs-)Fragen sind oder ob eine Aufteilung stattfindet, auch wenn grundsätzlich Entscheidungen, Beschlüsse und Verantwortungen gemeinsam getragen werden.

Entscheidend für das Funktionieren des Job-Sharing-Modells ist die richtige Einstellung (von Unternehmensleitung und Arbeitnehmern) und natürlich der richtige (Sharing-) Partner.