Verschiedene Generationen - unterschiedliche Ansprüche an den Arbeitsplatz

 

730x300- älterer Mann und Jungendlicher im Gespräch im Büro

Menschen in verschiedenen Altersgenerationen präferieren unterschiedliche Arbeitsatmosphären - das zeigt eine internationale Studie von Future of Workplace im Auftrag von Plantronics. Das Marktforschungsunternehmen Savanta befragte 5.150 Büroangestellte aus den USA, Kanada, Spanien, UK, Deutschland, Frankreich, China, Australien, Neuseeland, Japan und Indien unter anderem zu den Themen Bürodynamik und Ablenkungen und Störungen am Arbeitsplatz.

Untersucht wurden primär die Meinungen der Generation der Babyboomer, die von Mitte der 1940er bis Mitte der 1960er Jahre geboren wurden, sowie der Generation Y - auch Millenials genannt, geboren zwischen den frühen 1980er und späten 1990er Jahren - und ihrer jungen Nachfolgegeneration, der „Gen Z“. Die Ergebnisse fordern Unternehmen bei der Arbeitsplatzgestaltung heraus.

Während sich zwar fast alle Beschäftigten (99 %) von lauten Gesprächen am Arbeitsplatz gestört fühlen, gelingt es der Generationen Y und Z besser, mit Ablenkungen umzugehen als den Babyboomern. Mehr als doppelt so viele Beschäftigte der Generation Z nutzen Kopfhörer, um nicht abgelenkt zu werden (35 % gegenüber 16 % bei den Babyboomern) und mehr als die Hälfte (52 %) ist überzeugt, sogar besonders produktiv zu sein, wenn sie mit einer gewissen Geräuschkulisse arbeiten und zwischendurch Gespräche führen können. Sie schätzen Kommunikation und Zusammenarbeit und arbeiten gerne in Großraumbüros, während zwei Drittel der Babyboomer Ruhe für produktives Arbeiten brauchen. Außerdem präferieren die Älteren ihren primären, klassischen Arbeitsplatz, während die Jüngeren sich gerne zum Arbeiten in andere Räume mit bequemerer Ausstattung begeben.

Mit mehreren Generationen unter einem Dach sind Unternehmen gefragt, auf ganz unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen, denn am Arbeitsplatz sollen sich Alt und Jung wohlfühlen. Dreimal so viele Babyboomer wie in der Generation Z geben an, noch nicht die richtige Lösung gefunden zu haben, um mit Ablenkungen im Büro umzugehen. Es ist also wichtig, nicht nur innovative Arbeitsplatz-Ideen für junge Mitarbeiter umzusetzen, sondern gleichzeitig auch die ältere Generation zufrieden zu stellen. Altersdiskriminierung ist leider in vielen Unternehmen nicht nur bloße Theorie, sondern alltäglich. Dass eine gute Balance geschaffen und Mitarbeiter aller Altersklassen ins Unternehmen integriert werden können, muss somit auch Augenmerk des Betriebsrats sein, denn Arbeitsbedingungen für verschiedene Generationen sowie die Bedeutung einer altersorientierten Personalarbeit gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Auch Arbeits- und Gesundheitsschutz spielen eine große Rolle im Generationen-Mix. Heterogene Teams mögen eine Herausforderung sein, bringen aber auch Chancen mit sich. So kann beispielsweise Mentoring als verbindendes Instrument zwischen Jung und Alt fungieren - denn eine strikte räumliche Trennung zwischen verschiedenen Generationen ist keine Lösung, um mit unterschiedlichen Bedürfnissen umzugehen. Stattdessen ist vielmehr eine generationenübergreifende Kooperation zur Sicherung der Innovationsfähigkeit des Unternehmens der Schlüssel, um eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen und so dazu beizutragen, dass das Unternehmen erfolgreich und modern bleibt.

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