Die aktuellen Ergebnisse des Inklusionsbarometers Arbeit 2025
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zeigen deutlich: Menschen mit Behinderung sind von der wirtschaftlichen Entwicklung besonders betroffen. Ihre Arbeitslosenquote ist im vergangenen Jahr von 11,0 auf 11,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen auf 4,4 Prozent gesunken – ein neuer Tiefstand.
Diese Entwicklung ist umso problematischer, als die Zahl der beschäftigungspflichtigen Unternehmen weiterwächst. Mehr als 180.000 Betriebe sind inzwischen verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Dennoch beschäftigt mehr als jedes vierte verpflichtete Unternehmen keinen einzigen Menschen mit Behinderung. Die gesetzlichen Vorgaben werden damit in erheblichem Umfang nicht umgesetzt.
Besonders deutlich wird zugleich ein strukturelles Defizit: Von den 3,1 Millionen Menschen mit Behinderung im erwerbsfähigen Alter sind rund 1,6 Millionen nicht in den Arbeitsmarkt integriert. Auch wenn ein Teil davon dauerhaft arbeitsunfähig ist, bleibt eine erhebliche „stille Reserve“, die bislang kaum genutzt wird. In Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel ist das nicht nur sozialpolitisch, sondern auch arbeitsmarktpolitisch kurzsichtig.
Für Vertrauenspersonen ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag. Gerade unter wirtschaftlichem Druck kommt es darauf an,
Das Inklusionsbarometer berücksichtigt zudem die Anzahl der Anträge auf Zustimmung zur Kündigung schwerbehinderter Menschen als eigenen Indikator. Für das Jahr 2025 weist die Studie 22.288 entsprechende Anträge aus. Diese Zahl macht sichtbar, wie häufig formale Kündigungsprozesse diese Beschäftigtengruppe betreffen – und wie wichtig eine informierte, vernetzte und handlungssichere SBV ist, die nicht erst im Konfliktfall tätig wird, sondern bereits im Vorfeld betrieblicher Entscheidungen eingebunden ist.
Wer sich mit den aktuellen Entwicklungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und Handlungsspielräumen vertieft auseinandersetzen möchte, findet hierfür auf unserem Symposium „Behinderung und Beruf“ sowie in unseren Seminaren geeignete Impulse.