Sucht und Alkohol im Betrieb
Interventionsmöglichkeiten für Führungskräfte
Alkoholmissbrauch ist keine private Angelegenheit, sondern schädigt neben der eigenen Gesundheit und dem sozialen Umfeld auch Unternehmen und Wirtschaft. Aktuellen Zahlen des Berichts der Drogenbeauftragten der Bundesregierung (2013) zufolge sind 1,3 Millionen Deutsche alkoholabhängig. Suchtkranke Mitarbeiter haben höhere Ausfallzeiten, sind weniger leistungsfähig und machen häufiger Fehler. Rund 30 Prozent aller Arbeitsunfälle passieren unter Alkoholeinfluss. Investitionen in die Suchtprävention im Rahmen des Arbeitsschutzes sind daher einerseits ein wichtiger Bestandteil des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, andererseits ein bedeutender Beitrag zum betriebswirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.
Dieses Seminar vermittelt Ihnen die nötigen Grundkenntnisse zum Thema Sucht. Sie werden für die Thematik der betrieblichen Co-Abhängigkeit und Ihre Rolle als Führungskraft sensibilisiert, damit Sie künftig Ihre Fürsorgepflicht angemessen und rechtssicher wahrnehmen und Interventionen erfolgreich durchführen können.
Grundlagen, Ursachen und Auswirkungen von Abhängigkeitserkrankungen
- Sucht ist eine Krankheit wie alle anderen
- Entstehen von Suchtverhalten
Vorgehen bei begründeter Vermutung eines Suchtproblems
- Erkennen der Suchtproblematik – Anforderungen an Führungskräfte
- Begriff und Bedeutung von Co-Abhängigkeit
- Problemlösungsstrategien
- Qualifizierte Gesprächsführung mit Suchtgefährdeten, Gesprächsraster als Orientierungshilfe
- Anwendung der Interventionskette im Sinne des konstruktiven Drucks
- Handlungshilfen für zielorientierte, zeitnahe Maßnahmen des Betriebs
- Umgang mit Rückfällen
Mit Suchtproblemen (rechtssicher) umgehen
- Soziale Führungskompetenz im Umgang mit auffälligen Mitarbeitern
- Beispiele für Betriebsvereinbarungen
- Rechtssicheres Agieren
- Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, Ansprechpartnern für Sucht im Betrieb, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
Zielgruppen
Fach- und Führungskräfte, Personalleiter, Personalreferenten, Personalentwickler sowie alle, die wissen möchten, wie sie richtig mit suchtmittelgefährdeten Mitarbeitern umgehen können.
Ziele
Als Teilnehmer erhalten Sie grundlegende Kenntnisse über die Ursachen von Abhängigkeitserkrankungen und den Umgang mit Suchtverhalten:
- Sie werden für Auffälligkeiten einer Suchterkrankung sensibilisiert,
- Sie erarbeiten den richtigen Umgang mit betroffenen Mitarbeitern anhand von Praxisbeispielen,
- Sie erfahren Möglichkeiten der betrieblichen Suchtprävention,
- Sie erfahren arbeitsrechtliche Handlungsmöglichkeiten bei Suchterkrankungen im Betrieb.
Methoden
Theorie-Input und Diskussion, Erfahrungsaustausch, Praxisbeispiele
Diese Veranstaltung erfordert keine Vorkenntnisse
Schulungsanspruch
Dieses Seminar richtet sich an Personaler, Führungskräfte und Mitarbeiter.