Matrixstrukturen in der betrieblichen Praxis
Grundlagen und Umgang mit neuen Organisationsformen
In diesem Seminar erhalten Sie praxisnahe Einblicke in die zentralen betrieblichen und unternehmerischen Fragestellungen im Kontext von Matrixorganisationen. Durch zahlreiche Beispiele aus der Praxis vermitteln wir Ihnen das notwendige Wissen, um die teils erheblichen rechtlichen Besonderheiten zu verstehen und für die Betriebsratsarbeit konstruktiv umzusetzen.
Matrixstrukturen sind besonders in großen Unternehmen und internationalen Konzernen weit verbreitet. Die betriebs- oder unternehmensübergreifende Organisation von Arbeitsabläufen in einem Mehrliniensystem eröffnet breite Möglichkeiten für einen gezielten und fachgerechten Wissenstransfer und optimierten Mitarbeitereinsatz. Allerdings bringt sie auch eine Vielzahl arbeitsrechtlicher Fragestellungen mit sich, die sowohl das Individualarbeitsrecht als auch das Betriebsverfassungsrecht betreffen.
Matrixorganisationen – was versteht man eigentlich darunter?
- Unternehmensinterne und -übergreifende Matrixorganisationen
- Nationale versus internationale Strukturen
- Grundsätzlich: Was passiert mit dem Betriebsbegriff?
- Vor- und Nachteile: Konsequenzen für Rollenverteilung und Managementprozesse
Arbeitsvertragsgestaltung in der Matrix
- Vertragsarbeitgeber und steuernde Einheit: Definition und Bedeutung
- Wichtig: Tatsächliche Einbindung in eine lokale Betriebsstruktur
- Ausübung fachlicher und disziplinarischer Weisungsrechte
- Kündigungsschutz in der Matrix: Betriebsbegriff und Geltung des KSchG
- Beschäftigtendatenschutz und Datentransfer im Konzern
Betriebsverfassungsrechtliche Besonderheiten
- Klassischer Betriebsbegriff im Sinne des BetrVG und betriebsratsfähige Einheiten
- Kollektivrechtliche Regelungen und deren Bedeutung
- Zuständigkeiten von BR und GBR/KBR
- Zuordnungsprobleme bei der Betriebszugehörigkeit in der Matrixstruktur
- Auswirkungen auf aktives und passives Wahlrecht bei BR- und Aufsichtsrats-Wahlen
Praxisfragen zur Betriebsratsarbeit in matrixstrukturierten Unternehmen
- Problemfelder und Handlungsbedarf: Wie kann der Betriebsrat sich einbringen?
- Arbeitsorganisation, Vernetzung und Teamarbeit im Betriebsrat
- Besondere Herausforderung bei der Wahrnehmung von Informations- und Beteiligungsrechten

Für dieses Seminar können 14 Stunden für die Re-Zertifizierung zum »Certified Disability Management Professionals« (CDMP) von der DGUV angerechnet werden. Weitere Infos zur CDMP-Zertifizierung.
Schulungsanspruch
Dieses Seminar vermittelt in der Regel erforderliche Kenntnisse im Sinne des § 37 Abs. 6 BetrVG, soweit dieses Wissen noch nicht durch entsprechenden Seminarbesuch oder anderweitig erworben wurde.
| Anreisetag | 19:30 Uhr | Begrüßung der Teilnehmer durch die Seminarleitung |
| 20:00 Uhr | Gemeinsames Abendessen | |
| ca. 21:00 Uhr | Ende des Begrüßungsabends |
| Seminartage | 09:00 Uhr | Erster und zweiter Seminarblock |
| 12:30 Uhr | Mittagspause (Mittagessen) | |
| 13:30 Uhr | Dritter und vierter Seminarblock | |
| 17:00 Uhr | Ende des Seminartags | |
| 18:00 - 19:30 Uhr | Abendessen | |
| Vormittags und nachmittags jeweils kurze Kaffee-/Teepause mit kleinem Pausensnack. | ||
| An ausgewählten Tagen bieten wir am Ende des Seminars ein gemeinsames Freizeitprogramm an, damit Sie sich in entspannter Atmosphäre austauschen können. Dazu laden wir Sie herzlich ein, die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig. | ||
| Letzter Seminartag | 09:00 Uhr | Erster Seminarblock und Zweiter Seminarblock |
| 12:30 Uhr | Seminar Ende | |
| 12:30 Uhr | Mittagessen oder wahlweise Lunchpaket | |
| Am Abreisetag haben Sie die Möglichkeit, entweder ein Mittagessen einzunehmen oder ein Lunchpaket für die Rückreise zu bekommen. | ||
Bitte beachten Sie, dass die hier genannten Zeiten abweichen können, z. B. durch Absprachen zwischen Teilnehmenden/Referent*innen/Seminarleitungen oder aufgrund anderer Begebenheiten vor Ort.
Alle Angaben ohne Gewähr.