Langzeit- und Lebensarbeitszeitmodelle
Mit Arbeitszeitkonten in die Auszeit oder flexibel in den Ruhestand
In diesem Seminar machen wir Sie mit den rechtlichen Grundlagen zur Gestaltung von Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonten vertraut. Sie lernen, worauf es bei der Einführung von Zeitguthabensystemen ankommt, wie Sie mithilfe der zahlreichen Modelle gleitend in den Ruhestand gelangen oder sich eine Auszeit (Sabbatical) erlauben können. Dazu gibt es wertvolle Tipps zur Beteiligung des Betriebsrats bei der Gestaltung entsprechender betrieblicher Regelungen.
Langzeit- und Lebensarbeitszeitmodelle bieten sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber zahlreiche Vorteile und tragen gleichzeitig zur Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bei. Eine sorgfältige Planung und die Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen sind jedoch entscheidend für den erfolgreichen Einsatz solcher Modelle. Der Gesetzgeber hat hierzu moderne Regelungen geschaffen, um für eine Sicherung derartiger Zeitkonten zu sorgen – auch für den Fall einer Insolvenz.
Verschiedene Arbeitszeitkonten – Grundsätzliches im Überblick
- Kurzzeit-, Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonten – Begriffe und Unterschiede
- Gesetzliche und tarifvertragliche Rahmenbedingungen kennen
- Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Aspekte beachten
Langzeitkonten in der Praxis
- Möglichkeit des vorgezogenen oder gleitenden Übergangs in die Rente
- Bezahlte Freistellung für Pflege- und Elternzeit, Sabbatical und Fortbildung
- Achtung: Was passiert bei Arbeitgeberwechsel?
- Wichtige Nebenwirkung: Verhinderung von Burn-out und Depressionen
Richtige Gestaltung von Langzeitkonten
- Zahlreiche Ansparmöglichkeiten – die wichtigsten Varianten praxisnah erläutert
- Kontoführung in Zeit oder Geld: Was ist besser?
- Anpassung an Inflation, Tariflohnerhöhung oder Zinsentwicklung vornehmen
- Wie funktioniert eine effektive Insolvenzsicherung?
- Umwandlung des Guthabens in betriebliche Altersversorgung und Überführung in Rentenversicherung regeln
Mitbestimmung des Betriebsrats bei Langzeitkonten
- Initiativrecht des Betriebsrats nutzen
- Erzwingbare Mitbestimmung bei der Gestaltung der Konten – bis zur Einigungsstelle
- Beispiele für praxisorientierte Lösungen aus der Wirtschaft
Für dieses Seminar können 14 Stunden für die Re-Zertifizierung zum »Certified Disability Management Professionals« (CDMP) von der DGUV angerechnet werden. Weitere Infos zur CDMP-Zertifizierung.
Hinweis: Bitte bringen Sie Unterlagen zu Ihren betrieblichen Regelungen über Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonten nach Absprache mit dem Arbeitgeber mit.
Schulungsanspruch
Dieses Seminar vermittelt in der Regel erforderliche Kenntnisse im Sinne des § 37 Abs. 6 BetrVG, soweit dieses Wissen noch nicht durch entsprechenden Seminarbesuch oder anderweitig erworben wurde.
Dieses Seminar vermittelt in der Regel für die Schwerbehindertenvertretung erforderliche Kenntnisse nach § 179 Abs. 4 SGB IX. Mehr Details zum Schulungsanspruch für Schwerbehindertenvertreter*innen.
