Gefährdungsbeurteilung

Laut Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (DGUV Vorschrift 1) sind alle Arbeitgeber - unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter - dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Anhand dieser Beurteilung sollen Gefährdungen und mögliche Gefahren durch den Arbeitgeber ermittelt und beurteilt werden. Durch das frühzeitige Erkennen von Gefährdungen und entsprechende Schutzmaßnahmen können Störungen im Betriebsablauf verhindert, wirtschaftliche Verluste vermindert und unfall- und krankheitsbedingte Ausfälle der Beschäftigten gesenkt werden. Zudem kann dadurch zu besseren Arbeitsbedingungen sowie höherer Mitarbeitermotivation beigetragen werden. Laut § 6 ArbSchG ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Arbeitsschutzmaßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung zu dokumentieren. Wie genau der Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen hat, regelt das Gesetz jedoch nicht. Der Arbeitgeber kann die Gefährdungsbeurteilung entweder selbst durchführen oder auch andere fachkundige Personen wie zum Beispiel Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte damit beauftragen. Die Verantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und die Umsetzung der Ergebnisse verbleibt trotzdem immer beim Arbeitgeber.