Arbeitsplätze inklusiv gestalten
Ihr Einsatz als SBV und Inklusionsbeauftragter für optimale Arbeitsbedingungen
In diesem Seminar erhalten Sie praxisnahes Wissen zur rechtssicheren und inklusiven Gestaltung von Arbeitsplätzen. Sie lernen, wie Sie technische Hilfen, rechtliche Ansprüche und individuelle Lösungen miteinander verbinden – und wie Sie Ihre Rolle als Vertrauensperson bzw. Inklusionsbeauftragter aktiv und wirkungsvoll ausfüllen. So schaffen Sie Arbeitsbedingungen, die nicht nur gesetzlich korrekt, sondern auch menschlich fair und produktiv sind.
Eine behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung ist Ausdruck von Respekt, Teilhabe und Chancengleichheit. Wenn Barrieren abgebaut und individuelle Lösungen gefunden werden, können Menschen mit Behinderung ihre Fähigkeiten voll entfalten und zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Gleichzeitig erfüllen Arbeitgeber ihre gesetzlichen Verpflichtungen – etwa nach § 164 SGB IX – und profitieren von motivierten, qualifizierten Mitarbeitenden. Als Schwerbehindertenvertretung (SBV) oder Inklusionsbeauftragter tragen Sie entscheidend dazu bei, dass diese Rechte nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern im Arbeitsalltag wirksam umgesetzt werden.
Anspruch auf einen behinderungsgerechten Arbeitsplatz
- Teilzeit, Homeoffice und mobile Arbeit: Was steht schwerbehinderten Beschäftigten zu?
- Bevorzugte Berücksichtigung bei beruflicher Bildung und Qualifizierung
- Ablehnung von Mehrarbeit: Wann ist das möglich?
- Weisungsrecht, Versetzung, Vertragsänderung: Grenzen und Spielräume
- Durchsetzung von Ansprüchen: Wege zum Arbeitsgericht
Unterstützung und Netzwerke gezielt nutzen
- Technische und berufsbezogene Hilfsmittel individuell auswählen
- Integrationsfachdienste (IFD) als Partner vor Ort
- Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und begleitende Hilfen
- Alles in einem Antrag: So bündeln Sie Fördermöglichkeiten
- Netzwerke, regionale Anlaufstellen und unabhängige Teilhabeberatung
Individuelle Anpassung der Arbeitsbedingungen
- Von Arbeitsassistenz bis Zughilfen: praktische Lösungen
- Neue Technologien und KI für barrierefreie Arbeitsplätze
- Jobcoaching in der Praxis: Beantragung, Ablauf und Nutzen
- Schulungsansprüche bei Arbeitsplatz- und Aufgabenwechsel
Als Vertrauensperson und Inklusionsbeauftragter passende Lösungen finden
- Zumutbarkeit von Maßnahmen: Was darf vom Arbeitgeber verlangt werden?
- Starke Beteiligungsrechte von SBV und Betriebsrat effektiv nutzen
- Betriebs- und Inklusionsvereinbarungen als strategisches Werkzeug
- Praxisbeispiele und Tipps für die Umsetzung vor Ort

Für dieses Seminar können 14 Stunden für die Re-Zertifizierung zum »Certified Disability Management Professionals« (CDMP) von der DGUV angerechnet werden. Weitere Infos zur CDMP-Zertifizierung.
Schulungsanspruch
Dieses Seminar vermittelt in der Regel erforderliche Kenntnisse im Sinne des § 37 Abs. 6 BetrVG, soweit dieses Wissen noch nicht durch entsprechenden Seminarbesuch oder anderweitig erworben wurde.
Dieses Seminar vermittelt in der Regel für die Schwerbehindertenvertretung erforderliche Kenntnisse nach § 179 Abs. 4 SGB IX. Mehr Details zum Schulungsanspruch für Schwerbehindertenvertreter*innen.
Sie haben als Personalratsmitglied nach dem Personalvertretungsgesetz des Bundes oder der jeweiligen Länder einen Anspruch auf Seminarteilnahme. Der Umfang und die Voraussetzungen des Anspruchs richten sich nach den konkret für Sie geltenden Vorschriften. Sie haben in der Regel Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit - oft für eine bestimmte Tageszahl - und Erstattung der Reise- und Seminarkosten, sofern das Seminar Kenntnisse vermittelt, die für die Tätigkeit im Personalrat erforderlich sind. Welche gesetzliche Regelung für Sie gilt und wie die genauen Voraussetzungen sind, finden Sie im detaillierten Schulungsanspruch für Personalräte.
Dieses Seminar richtet sich auch an Personaler, Führungskräfte und Mitarbeiter.