Medizinische Aspekte im BEM-Prozess
Krankheitsbilder verstehen, Rückkehr an den Arbeitsplatz begleiten
In diesem praxisorientierten Seminar erklärt Ihnen ein Experte – verständlich aufbereitet – die medizinischen Fakten zu häufigen Krankheiten und erläutert darüber hinaus wesentliche Zusammenhänge zwischen Arbeitstätigkeit und Gesundheit. Sie lernen, gesundheitliche Beeinträchtigungen differenziert zu beurteilen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen. Anhand häufiger Krankheitsbilder entwickeln Sie konkrete Ideen, wie die Rückkehr ins Arbeitsleben – auch bei schweren Erkrankungen wie Bandscheibenvorfällen, Krebserkrankungen oder Diabetes – erfolgreich gestaltet werden kann.
Als Betriebsrat begleiten Sie den BEM-Prozess aktiv und verantwortungsbewusst. Sie überwachen den ordnungsgemäßen Ablauf des Verfahrens, bringen Vorschläge zur Problemlösung ein und stehen den betroffenen Kollegen mit Rat und aktiver Unterstützung zur Seite. Dabei sollen sich erkrankte Kollegen auf Ihre Kenntnisse, Erfahrung und Gesprächskompetenz verlassen können.
Medizinische Grundlagen
- Häufigkeit von Erkrankungen und Ausfallzeiten
- Unterschiede zwischen Kurzzeit- und Langzeiterkrankungen
- Zusammenhang von Diagnose und funktionellen Einschränkungen
- Betriebliche und externe Unterstützungsangebote
- Privatsphäre, Datenschutz, Schweigepflicht und Co.
- Gesundheitsrisiken: der Arbeitsplatz als Krankheitsursache
Typische Krankheitsbilder im BEM-Kontext
- Rückenleiden – häufigste Ursache für Krankschreibungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck, Herzinfarkt etc.
- Schlaganfall – Wendepunkt im (Arbeits-)Alltag
- Diabetes – Arbeiten trotz Stoffwechselstörung
- Krebserkrankungen – Einschnitt im (Berufs-)Leben
- Burn-out – wenn Arbeit krank macht
- Atemwegserkrankungen – Einschränkungen überwinden
- Long-/Post-Covid – Chamäleon der Symptome
- Fallbearbeitung: Lösungen gemeinsam entwickeln
Lösungskonzepte zur erfolgreichen Wiedereingliederung
- Ressourcen- statt Defizitorientierung
- Kooperative Suche nach Lösungen
- Tätigkeitsanpassung und Arbeitsplatzgestaltung
- Berücksichtigung gesundheitlicher Einschränkungen
- Stufenweise Wiedereingliederung als Maßnahme des BEM umsetzen
- Psychosoziale Aspekte der Reintegration
Hinweis: Teilnehmer dieses Seminars sollten über Grundkenntnisse zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement verfügen.

Für dieses Seminar können 14 Stunden für die Re-Zertifizierung zum »Certified Disability Management Professionals« (CDMP) von der DGUV angerechnet werden. Weitere Infos zur CDMP-Zertifizierung.
Schulungsanspruch
Dieses Seminar vermittelt in der Regel erforderliche Kenntnisse im Sinne des § 37 Abs. 6 BetrVG, soweit dieses Wissen noch nicht durch entsprechenden Seminarbesuch oder anderweitig erworben wurde.
Dieses Seminar vermittelt in der Regel für die Schwerbehindertenvertretung erforderliche Kenntnisse nach § 179 Abs. 4 SGB IX. Mehr Details zum Schulungsanspruch für Schwerbehindertenvertreter*innen.
| Anreisetag | 19:30 Uhr | Begrüßung der Teilnehmenden durch die Seminarleitung |
| 20:00 Uhr | Gemeinsames Abendessen | |
| ca. 21:00 Uhr | Ende des Begrüßungsabends |
| Seminartage | 09:00 Uhr | Erster und zweiter Seminarblock |
| 12:30 Uhr | Mittagspause (Mittagessen) | |
| 13:30 Uhr | Dritter und vierter Seminarblock | |
| 17:00 Uhr | Ende des Seminartags | |
| 18:00 - 19:30 Uhr | Abendessen | |
| Vormittags und nachmittags jeweils kurze Kaffee-/Teepause mit kleinem Pausensnack. | ||
| An ausgewählten Tagen bieten wir am Ende des Seminars ein gemeinsames Freizeitprogramm an, damit Sie sich in entspannter Atmosphäre austauschen können. Dazu laden wir Sie herzlich ein, die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig. | ||
| Letzter Seminartag | 09:00 Uhr | Erster Seminarblock und Zweiter Seminarblock |
| 12:30 Uhr | Seminarende | |
| 12:30 Uhr | Mittagessen oder wahlweise Lunchpaket | |
| Am Abreisetag haben Sie die Möglichkeit, entweder ein Mittagessen einzunehmen oder ein Lunchpaket für die Rückreise zu bekommen. | ||
Bitte beachten Sie, dass die hier genannten Zeiten abweichen können, z. B. durch Absprachen zwischen Teilnehmenden/Referent*innen/Seminarleitungen oder aufgrund anderer Begebenheiten vor Ort.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Inhaltlich sehr anspruchsvolles Thema wurde herausragend in entspannter Atmosphäre vermittelt. Der Referent hat das sehr gut und durchdacht aufgebaut.
Der Referent ist auf jede Frage eingegangen. Er war fachlich sehr kompetent und brachte Sachverhalte in Praxisbeispielen sehr gut rüber.
Ich habe großen Respekt vor den umfassenden Kenntnissen des Referenten. Ich sehe ihn als Vorbild für lebenslanges Lernen und danke ihm, dass er die Gesprächsführung, die wir lernen wollen, auch verkörpert und vorlebt.
Der Referent war echt spitze und ging auf die ganze Gruppe ein. Es war nicht langweilig, sondern immer spannend.
Die kleine Gruppe war klasse!